Seine Musik bearbeiten ist heute keine Problem mehr

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Spätestens seit diversen Musikerskandalen in den der 80er-Jahren wissen viele Musikhörer: Nicht alle Sängerinnen und Sänger sind Künstler und Meister ihres Fachs. Besonders live auf der Bühne, wenn denn kein Voll-Playback gespielt wird, zeigt sich, ob man es mit einem Stimmwunder oder mit einem Wunder der Technik zu tun hat, bei dem im Tonstudio die Musik nachbearbeitet wurde. Gesangsspuren werden nämlich nicht mehr auf magnetischen Tonbändern aufgenommen, sondern digital auf Festplatten gespeichert und lassen sich mit der entsprechenden Software nach Belieben verändern. Ein Sänger hat eine Note nicht getroffen und sang einen Ton zu tief? Ein sogenannter Pitchshifter lässt das Gesungene in der richtigen Tonlage erklingen. Innerhalb eines dreißigsekündigen Aufnahme-Takes wurden sechs Sekunden undeutlich eingesungen? Mit einer präzisen Cut-Software lässt sich der Teil unkompliziert herausschneiden und neu einsingen – ohne die übrigen vierundzwanzig Sekunden zu löschen.

Was die meisten Nicht-Musiker nicht wissen: Auch andere Instrumente werden digital bearbeitet. Bei Schlagzeugen hört man zum Beispiel selten die echte Base- oder Snaredrum, sondern nur ein Sound-Sample, das immer dann ertönt, wenn ein vorher festgelegtes akustisches Signal des echten Instruments erscheint. Nicht selten spart man sich sogar den Prozess des Einspielens und programmiert einen Drumcomputer, der den Menschen hinter den Drums ersetzt. Vielen Bands ist der Einsatz eines solchen Computers jedoch peinlich. Deshalb lassen sie eine sogenannte Humanizer-Software die perfekten Drumlines leicht verfälschen, um den Eindruck zu erwecken, dass ein Mensch sie eingespielt hätte.

Auch E-Gitarren und -Bässe werden immer öfter über einen Computer aufgenommen. Früher wurden vor Gitarrenverstärkern Mikrofone aufgebaut, die den Klang an eine Bandmaschine bzw. einen Computer weiterleiteten. Heute wir das Saiteninstrument in ein PC-Interface eingesteckt und dem elektrische Signal wird via Software genau der Klang verpasst, den man sich wünscht, ohne die entsprechenden Gitarren, Verstärker, Saiten oder sogar das Spielvermögen zu besitzen.

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Weiterführendes…

Es ist immer noch recht ruhig hier….sas

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