Justin TV: Fernsehen übers Internet

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Bei dem Angebot des in San Francisco gegründeten Unternehmens handelt es sich um ein aus mehreren Kanälen bestehendes Netzwerk. Gestartet wurde einst mit nur einem Kanal. Zu den Investoren gehörte unter anderem ein Saatgut-Hersteller, der sich mit 50.000 US-Dollar an dem Projekt beteiligte und so auch den Start möglich machte.

Justin TV wirkte am Anfang, als hätte man einen Abklatsch der Truman Show geplant. Die Mitarbeiter waren mit einer Webcam auf einer Mütze unterwegs. Im April 2007 zog Justin TV die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich und Kan wurde zu Interviews bei mehreren großen Fernsehshows eingeladen. Schlagartig stieg das Interesse an dem Netzwerk an.

Für die Übertragung entwickelte Kan einen eigenen Standard, bei dem das Videostreaming mit zehn Bildern pro Sekunde realisiert wird. Auch bei der Übertragungs- und Empfangstechnik handelt es sich um eine hauseigene Entwicklung. Man setzte auf einen Linux-Computer, der mit einem leistungsstarken Akku bestückt wurde, der es immerhin auf eine Betriebszeit von acht Stunden brachte. Später griff man zur standardisierten Technik der Notebooks. Schon sehr früh nutzte man das MPEG-4-Format für die Übertragungen, die zuerst an eine Website und von dort aus zum Nutzer erfolgten.

Ein Problem ergab sich aus der Webcam, die die Beteiligten auf dem Kopf tragen mussten. Hier setzte die Stromversorgung Grenzen. Deshalb entschloss man sich, in der Nacht einen auf einem Stativ befestigten Camcorder zu nutzen. Dieser wurde fortan auch als Office-Cam bezeichnet und bot auch Einblicke in das Leben hinter den Kulissen des Unternehmens.

Bereits im Sommer 2007 konnte man bei Justin TV auf sechzig verschiedene Kanäle zugreifen. Gleichzeitig öffnete man die Plattform für alle interessierten Benutzer. Im April 2008 verkündete Justin Kan, dass man bereits 30.000 Teilnehmerkonten auf der Plattform registrieren konnte. Hackern und Neidern bot Justin Kan immer wieder erfolgreich die Stirn.

Im März 2008 wurde das Angebot des Netzwerkes noch einmal deutlich erweitert. Damit öffnete man auch den Weg für Fernsehsender, Teile ihrer Produktionen dort einspielen zu können. Es kamen Übertragungen von sportlichen Events, Musikveranstaltungen sowie verschiedene Nachrichtensendungen hinzu. Ab Oktober bot man die Möglichkeit, über andere Sender und deren Programme berichten und sie bewerten zu können. Diese Publikationen können dann von anderen Nutzern kommentiert werden.

© — NAMEN DES RECHTEINHABERS EINTRAGEN —

Weiterführendes…

Es ist immer noch recht ruhig hier….sas

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