Wenn man seine Arbeitsprobleme mit nach Hause nimmt und es nicht schafft, sich zu entspannen, dann ist die einfachste Lösung manchmal die richtige. Hier kann eine Runde Tekken schnell Abhilfe schaffen. Es gibt Tage, an denen muss man einfach mal abschalten und den Arbeitsstress im Büro lassen. Wenn man dann am Abend nach Hause kommt, macht man den Fernseher an oder nimmt sich ein gutes Buch zur Hand und flüchtet sich in Welten, die einem für den Moment besser erscheinen, als die eigene. Merkt man jedoch, dass auch dies nicht funktioniert und man etwas neues braucht, das ablenkt und am Abend doch nicht anstrengt, ist man gut damit beraten, sich an den Kinderzimmern der ganzen Welt zu orientieren.
Hierbei geht es nicht um Stofftiere oder Bausteine, sondern um die revolutionäre Erfindung des Videospiels, welche Kinderherzen auf der ganzen Welt höher schlagen lässt. Aber hier liegt vielleicht auch der Fehler, wenn jemand behauptet, Videospiele wären nur etwas für Kinder oder Teenager? Immer mehr Erwachsene entdecken, dass solche Konsolen nicht nur Spaß machen können, sondern auch eine gelungene Abwechslung zum Alltag bieten. Wer am Abend ein paar Runden an Computer oder Konsole spielt, der vergisst schnell, warum er sich noch vor zwei Stunden mit dem Chef gestritten hat. Arbeitsprobleme mit nach Hause zu nehmen, obwohl man dort keinerlei Möglichkeit hat diese zu lösen, ist ineffizient und schlichtweg unnötig. Der Ernst des Lebens erwartet uns schließlich jeden Morgen aufs Neue und wo bleibt da noch Zeit für Spaß? Man gibt das Recht auf Unterhaltung nicht auf wenn man ins Erwachsenenleben eintritt und gerade deswegen erleben die Konsolen von heute einen solchen Boom in den höheren Altersklassen.
Es gibt Fitnessprogramme, die sich auf diese Weise ganz schnell und einfach im Wohnzimmer absolvieren lassen und Partyspiele, die alberne Hütchen und Flaschendrehen ganz schnell in Vergessenheit geraten lassen. Das Videospiel kann für ein paar Stunden dazu beitragen, einfach mal nicht nachzudenken und Spaß zu haben. Wer mit seinen Freunden bei einem Feierabendbier ein Kampfturnier in Tekken bestreitet, kann für diese Zeit ein Karatekämpfer, ein Boxer oder ein Capoeirakämpfer sein und sich daran erfreuen, wie athletisch sich die eigene Figur über den Bildschirm bewegt. Akten, Termine und Kostenvoranschläge finden ihren Weg schon schnell genug wieder zurück in unseren Alltag.
Die gesellschaftliche Komponente von Videospielen sollte hierbei nicht unterschätzt werden, denn es kommt nicht oft vor, dass man sich in das Wohnzimmer eines Freundes setzt und wild drauf los singt oder seltsame Armbewegungen macht, um den Gegner beim Boxen zu schlagen.
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